Warum brauche ich eine Unfallversicherung, wenn ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung habe?

Die Frage, die unsere Mandanten in und um Magdeburg im Jahr 2021 beschäftigt.

„Ich bin doch über die Berufsunfähigkeitsversicherung abgesichert. In einer Unfallversicherung sehe ich keinen Sinn – die brauche ich nicht. Wenn ich krank werde oder einen Unfall habe, bekomme ich doch den Einkommensausgleich über die Berufsunfähigkeitsrente…“ Diese Aussage erlebe ich mittlerweile häufiger in unseren Expertengesprächen zur existenzgefährdenden Risikoabsicherung von unseren Mandanten. Ich könnte mir vorstellen, dass auch Sie diese Frage beschäftigt und möchte Ihnen heute erläutern, wieso man doch eine Berufsunfähigkeitsrente und Unfallversicherung sein Eigen nennen sollte.

Was passieren kann…

Nach einem Unfall, den Ausbruch einer Krankheit oder altersentsprechenden Kräfteverfall, erfolgt die medizinische Versorgung über Ihre gesetzliche Krankenversicherung, damit Sie schnell wieder gesund werden. Dieser Verlauf ist wünschenswert und in den meisten Fällen sicherlich auch zutreffend.

Stimmen Sie mir zu, dass aber auch folgende Szenarien vorstellbar sind?

  • Nach einem schweren Unfall, beispielsweise im Verkehrsbereich als Radfahrer, dauert die Genesung länger, da es zu einer komplizierten Fraktur des rechten Oberarms kam – verbunden mit einer mehrstündigen Operation, anschließender Physiotherapie und prognostizierter Krankschreibung von mehreren Wochen. Der Oberarzt vermutet, dass der Arm vielleicht steif bleiben könnte.
  • Bei der alljährlichen Vorsorgeuntersuchung wird Blut abgenommen und die Werte werden überprüft. Wenige Tage später kommt ein Anruf, dass sich veränderte, besorgniserregende Werte ergeben haben und im persönlichen Gespräch wird Ihnen dann die Diagnose „Blutkrebs“ erläutert. Das Leben ändert sich schlagartig. Arztbesuche, Therapiepläne, vielleicht auch Chemotherapien oder Transplantationen müssen besprochen werden.
  • In dem Alter von 54 Jahren fallen Bewegungen immer schwerer und der Sport wird zur Qual. Aufgrund der familiären Vorgeschichte wird der Verdacht der Arthrose bestätigt. Im Alter von 56 Jahren wird ein künstliches Kniegelenk empfohlen. Die Fußballkarriere im Heimatverein ist Geschichte. Der Job des Dachdeckers ebenfalls.

Trotz moderner Technik und großartigem Fortschritt der Medizin wird es hier zu Einschnitten in der Lebensqualität kommen – nicht nur gesundheitlich, sondern auch finanziell. Meist und in vielen Fällen kommt es zu einem längeren Ausfall aus dem Berufsleben, zu einem Berufswechsel oder gar einer Berufsunfähigkeit.

Wie hilft Ihnen hier die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Folgen einer Berufsunfähigkeit sind nicht nur Einschnitte in der Lebensqualität, sondern auch beim Lebensstandard. Durch den Wegfall der Arbeitskraft, entsteht eine Einkommenslücke oder das Einkommen fällt komplett weg. Was leider nicht wegfällt, sind weiterhin die persönlichen Ausgaben, um Ihren Lebensstandard zu erhalten:

  • Kreditraten für das Haus
  • Leasingraten für das Auto
  • Kosten für Wasser & Strom & Gas
  • Beiträge für Versicherungen oder der Altersvorsorge
  • Sparraten für den langersehnten Familienurlaub oder das neue Auto
  • der Wocheneinkauf
  • Freizeitaktivitäten, Hobbies, Wünsche der Kinder, Restaurantbesuche, Shoppingtouren, Klassenfahrten, den neuen Pool im Garten oder das neue Gartenhaus

usw. individuell zu ergänzen

Es müssen also Versorgungen getroffen werden, damit Sie finanziell nicht im Regen stehen.

Berufsunfähigkeitsrente

Eine Berufsunfähigkeit bedeutet in erster Linie, dass Sie Ihren aktuellen Beruf nicht mehr weiter zu mindestens 50 % ausüben können. Das kann sowohl temporär oder dauerhaft auf unbestimmte Zeit, schlimmstenfalls bis zum Eintritt in die Regelaltersrente, sein. Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn Sie infolge von Krankheit, Körperverletzung (also auch Unfall) oder eines mehr als altersentsprechenden Kräfteverfalls außerstande sind, Ihren Beruf auszuüben. Die Berufsunfähigkeitsversicherung springt finanziell ein, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, und zahlt eine monatliche vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente, die im besten Fall die Höhe Ihres Einkommens ersetzt. Unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Risiken und Ihrer persönlichen gesetzlichen Absicherung (Erwerbsminderungsrente), wird diese vorab festgelegt und abgesichert.

Wann kommt die Unfallversicherung zum Tragen und welche Leistungen erbringt diese?

Vielleicht brauche ich aber auch aus oben genannten Beispielen heraus mehr Geld, um meine Lebensqualität wieder zu erlangen?!

  • Umbau des Autos, um weiterhin trotz Bewegungseinschränkungen mobil zu bleiben
  • Umbau des Hauses, um weiterhin in die erste Etage zu gelangen
  • Umbau der Küche, um weiterhin Essen zu Kochen
  • Hilfe von Personen, z.B. bei handwerklichen Tätigkeiten am Haus oder schlimmer, die Einkäufe oder Amtsgänge erledigen
  • Gelder, um Therapien zu finanzieren, die außerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung liegen

usw. individuell zu ergänzen

Es müssen also Versorgungen getroffen werden, damit Sie finanziell nicht im Regen stehen.

Unfallversicherung

Sie bietet 24/7 – rund um die Uhr und weltweit Schutz. Den Umfang des Versicherungsschutzes können Sie wählen. Sie erhalten im Fall von Invalidität eine einmalige Kapitalzahlung und ggf. eine Rentenzahlung. Auch Krankenhaustagegeld oder verschiedene Hilfs- und Beratungsleistungen können vereinbart werden. Die Leistung ist dabei unabhängig davon, ob eine Berufstätigkeit weiterhin ausgeübt werden kann oder ob Sie gar berufsunfähig sind. Im Vergleich zur gesetzlichen Unfallversicherung ist es dabei egal, wo sich der Unfall ereignet.

Die gesetzliche Unfallversicherung kommt nur für die entstandenen Kosten auf, wenn sich der Unfall während der Arbeit oder auf dem Weg dorthin ereignet hat. Durch eine private Unfallversicherung haben Sie einen Unfallschutz, der Sie weltweit und rund um die Uhr – auch bei Freizeitunfällen – absichert.

Warum sollten Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung und Unfallversicherung absichern?

Wenn Sie jedoch aufgrund einer Krankheit dauerhaft nicht mehr arbeiten können, greift keine der beiden Unfall­versicherungen, weder die private noch die gesetzliche Absicherung. Daher empfiehlt sich der Abschluss einer Berufsunfähigkeits­versicherung. Sie erhalten dann eine monatliche Rente als Einkommensausgleich – unabhängig von einem Unfall auftretenden Invalidität.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung leistet also bei Unfall, Krankheit oder Kräfteverfall, wenn ich meinen Beruf nicht mehr ausüben kann und einen Einkommensausgleich benötige. Ein Unfall muss allerdings nicht immer bedeuten, dass ich meinen Beruf nicht mehr ausüben kann.

Die Unfallversicherung leistet nur nach einem Unfall und je nach Schwere des Unfallfalles eine einmalige Kapitalleistung oder eine monatliche Rente, um meine Lebensqualität wieder zu erlangen.

Beide Absicherungen haben hier nur eine Gemeinsamkeit – sie nehmen mir zu dem gesundheitlichen Leid, die finanziellen Probleme.

Die Absicherungen sind individuell zu prüfen und zu ermitteln. Wir stehen Ihnen mit unserem Expertengespräch „Absicherung der existenzgefährdenden Risiken“ mit Rat und Tat zur Seite. Buchen Sie einen Termin zur persönlichen Beratung.

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